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PDF übersetzen und Layout beibehalten: Warum die Formatierung beim Lesen hilft

5 Min. LesezeitFreed
Konzeptillustration zweier Seiten mit ähnlichen Diagrammen und Absatzlayouts. Eine Linie verbindet die einander entsprechenden Stellen.

Wer ein PDF übersetzt und dabei das Layout beibehält, behält auch die Orientierungspunkte des Originals: Überschriften, Tabellen mit ihren Spalten, Abbildungen mit ihren Bildunterschriften. Deshalb versucht iSomor, die Formatierung beim Übersetzen möglichst zu behalten. „Möglichst“ heißt: Die Seiten sehen nicht in jedem Detail gleich aus, und Tabellen, Formeln und mehrspaltige Seiten sollten Sie nach der Übersetzung mit dem Original vergleichen.

Wenn wir in einem fremdsprachigen Bericht über einen Satz stolpern, kopieren wir ihn vielleicht in ein Übersetzungsprogramm. Für ein paar Sätze funktioniert das gut. Wollen wir aber das ganze Dokument lesen, reicht übersetzter Text allein oft nicht aus.

Wo ist die Abbildung, auf die sich dieser Absatz bezieht? Unter welche Tabellenüberschrift gehören diese Zahlen? Und wo stand noch die Erklärung, die wir gerade gelesen haben?

Diese Fragen betreffen die Sprache, aber auch die Stelle, an der etwas auf der Seite stand. Die Übersetzung macht die Sätze verständlich. Das ursprüngliche Layout hilft uns, sie im Dokument einzuordnen.

Lesen wir ein Dokument wirklich von vorne bis hinten?

Selten. Öffnen wir ein Dokument mit Dutzenden Seiten, lesen wir meist nicht zuerst jedes Wort. Wir überfliegen Inhaltsverzeichnis und Überschriften, suchen den relevanten Abschnitt oder bleiben an einer Abbildung hängen und kehren erst danach zum Text zurück.

Um die Schlussfolgerungen eines Berichts zu verstehen, lesen wir vielleicht zuerst die letzten Seiten. Kommt uns eine Zahl seltsam vor, blättern wir zur Tabelle zurück und prüfen die Daten und die Bedingungen, die dazu gehören. In einer einzigen Lesesitzung springen wir oft mehrmals hin und her.

Überschriften, Absätze und Abbildungen sind dabei die Punkte, zu denen wir zurückfinden. Eine Überschrift kündigt ein neues Thema an, Weißraum trennt Abschnitte, eine Bildunterschrift erklärt, wie eine Abbildung zu lesen ist.

Macht die Übersetzung daraus einen einzigen langen Fließtext, lesen sich die Sätze vielleicht flüssig, aber die Orientierungspunkte fehlen. Wir müssen erst wieder herausfinden, was Haupttext ist, was eine Anmerkung und welcher Teil unsere Frage beantwortet.

Bleibt das Layout erhalten, entfällt ein Teil dieser Sucharbeit. Wir sollten uns nicht auf jeder Seite neu in das Dokument einfinden müssen.

Warum müssen manche Inhalte beisammenbleiben?

Eine Tabelle ist ein einfaches Beispiel. In technischen Daten folgen wir der Zeile eines Modells über Abmessungen, Gewicht und Betriebsbedingungen. Eine einzelne Zahl sagt wenig. Erst Spaltenüberschrift und Einheit verraten, was sie bedeutet.

Stehen diese Angaben nach der Übersetzung noch an den entsprechenden Stellen, können wir genauso weiterlesen wie im Original. Sind die Zahlen von den Modellnamen getrennt, müssen wir sie erst wieder zuordnen, auch wenn nichts fehlt.

Mit Abbildungen und Bildunterschriften ist es ähnlich. Wir sehen uns eine Abbildung an, lesen die Erklärung darunter und kehren für Details zum Text zurück. Steht die Bildunterschrift weit entfernt, müssen wir zuerst klären, zu welcher Abbildung sie gehört.

Es geht also nicht nur darum, dass eine Seite ordentlich aussieht. Für Lesende trägt die Position einen Teil der Beziehung zwischen Informationen: zu welcher Zeile ein Wert gehört, auf welche Abbildung sich eine Erklärung bezieht, welcher Inhalt unter einer Überschrift steht. Wer die Formatierung behält, behält auch diese Beziehungen.

Wie hilft das Layout, eine Stelle wiederzufinden?

Manchmal erinnern wir uns nicht an den genauen Wortlaut, wohl aber daran, dass die Stelle neben einer bestimmten Abbildung oder am Ende eines Abschnitts stand. Dann ist es oft einfacher, die Abbildung zu suchen und in ihrer Nähe zu lesen, als die ganze Datei zu durchsuchen. Im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen sagen wir einfach: „Sieh dir die Anmerkung unter der Tabelle an.“

Haben Original und Übersetzung einen ähnlichen Aufbau, lassen sich ihre Inhalte leichter einander zuordnen. Auch über Sprachgrenzen hinweg helfen Überschriften, Abbildungen und Absätze, dieselbe Stelle zu finden.

Das heißt nicht, dass Seitenzahlen oder Zeilenzahlen exakt gleich bleiben müssen. Ein deutscher Satz ist oft länger als sein englisches Vorbild, Zeilen brechen also anders um. Wichtiger ist, dass die Abbildung bei ihrer Bildunterschrift bleibt, der Abschnitt erkennbar ist und die gesuchte Passage nicht mit etwas anderem vermischt wird.

Warum kehren wir beim Lesen einer Übersetzung zum Original zurück?

Eine Übersetzung erleichtert das Lesen. Bei einem Fachbegriff, einer Zahl oder einem Satz, von dem eine Entscheidung abhängt, wollen wir aber oft doch den Wortlaut des Originals sehen. Wie wird diese Bezeichnung im Original geschrieben? Steht dort „empfohlen“ oder „erforderlich“? Was sagen die Absätze rund um einen unklaren Satz?

Sind die beiden Dateien ganz unterschiedlich aufgebaut, beginnt jede Prüfung mit einer Suche nach der passenden Stelle im Original. Erst danach können wir den Wortlaut vergleichen.

iSomor denkt das erhaltene Layout und das Lesen neben dem Original deshalb zusammen. Sie lesen die Übersetzung und sehen nur dann ins Original, wenn eine Frage auftaucht. Wie Sie dafür ein zweisprachiges PDF anlegen, erklärt der Leitfaden Zweisprachiges PDF für den Vergleich nebeneinander.

Ein ähnliches Layout beweist allerdings nicht, dass die Übersetzung stimmt. Wichtige Zahlen, Begriffe und Schlussfolgerungen müssen Sie weiterhin mit der Quelle abgleichen; worauf es dabei ankommt, zeigt So prüfen Sie eine PDF-Übersetzung am Original.

Muss jedes Detail des Layouts gleich bleiben?

Nein. Das ursprüngliche Layout ist es wert, erhalten zu werden, aber nicht jedes Detail muss unverändert bleiben. Ein kurzer englischer Absatz braucht auf Deutsch oft mehr Platz. Wer die Schrift verkleinert oder die Wörter zusammendrängt, nur damit die Zeilenzahl gleich bleibt, bekommt eine Seite, die ähnlich aussieht, sich aber nicht angenehm liest.

Manche Ausgangsdateien sind schon schwer zu lesen: kleine Schrift, dichte Tabellen, ständiges Zoomen auf dem Smartphone. Dann kann es sinnvoll sein, den Inhalt für das Gerät neu anzuordnen.

Deshalb sagen wir „wo möglich“ und versprechen nicht, dass jede Seite identisch aussieht. Bei Fachartikeln, Berichten und Handbüchern, in denen wir beim Lesen nachschlagen, lohnt es sich meist, die ursprüngliche Struktur zu erhalten. Vollständiger Text, klare Zusammenhänge und Lesbarkeit gehen aber vor.

Wo stößt das Beibehalten des Layouts an Grenzen?

Auch mit iSomor können komplexe Dateien unvollkommen herauskommen. Eine aufgeräumte Seite ist kein Grund, die Prüfung zu überspringen. Achten Sie besonders auf diese Fälle:

  • Tabellen, Formeln und mehrspaltige Seiten: Prüfen Sie, ob Werte in der richtigen Zeile stehen und die Lesereihenfolge stimmt. Für Seiten mit zwei Spalten gibt es einen eigenen Leitfaden zu zweispaltigen PDFs.
  • Scans und Fotos: Sie lassen sich übersetzen, wenn Sie sich mit Google oder über einen E-Mail-Link anmelden und Ihr Konto verifiziert ist. Der Text wird vor der Übersetzung erkannt; dabei kann die Texterkennung Inhalte falsch lesen oder auslassen, und das Layout der Übersetzung kann vom Original abweichen. Mehr dazu im Leitfaden Gescannte PDFs übersetzen.
  • Ausfüllbare Formulare: Formularfelder werden bei der Übersetzung entfernt, und das Ergebnis lässt sich nicht ausfüllen. Wie Sie dennoch jedes Feld abgleichen, beschreibt der Artikel PDF-Formulare übersetzen.

Weniger umsortieren, mehr lesen

Wir übersetzen ein Dokument selten, nur um eine weitere Datei zu haben. Wir wollen einen Fachartikel verstehen, ein Produkt kennenlernen oder Informationen aus einem Bericht für die Arbeit nutzen.

Müssen wir danach erst Bildunterschriften suchen, Tabellen neu zusammensetzen und passende Absätze im Original aufspüren, hat die Übersetzung vor dem Lesen zusätzliche Arbeit geschaffen. Diese Arbeit möchte iSomor kleiner machen: Abschnitte sollen auffindbar bleiben, Abbildungen und Tabellen bei ihren Erklärungen, und das Original soll leicht erreichbar sein, wenn ein Satz geprüft werden muss.

Wenn das gelingt, bemerken wir es kaum. Wir halten einfach seltener an und lesen weiter. Darin liegt für uns der praktische Wert eines erhaltenen Layouts.

Häufige Fragen

Sieht die übersetzte Seite genauso aus wie das Original?

Nicht in jedem Detail. Das Layout bleibt wo möglich erhalten, aber Übersetzungen sind unterschiedlich lang, Zeilen brechen anders um und Abstände können sich verschieben. Ziel ist, dass Überschriften, Tabellen, Abbildungen und Bildunterschriften an ihren Stellen und miteinander verbunden bleiben.

Kann ich ein gescanntes PDF übersetzen und die Formatierung behalten?

Ja, nach der Anmeldung mit Google oder über einen E-Mail-Link und mit verifiziertem Konto. Weil der Text eines Scans erst erkannt werden muss, sollten Sie Namen, Zahlen und Tabellen besonders sorgfältig mit dem Scan vergleichen; auch das Layout kann vom Original abweichen.

Bleiben ausfüllbare Formularfelder erhalten?

Nein. Die Felder werden bei der Übersetzung entfernt; eingetippter Text und angekreuzte Kästchen erscheinen nicht im Ergebnis. Nutzen Sie die Übersetzung, um die Fragen zu verstehen, und füllen Sie das Originalformular aus.

Was ist, wenn mein PDF mehrere hundert Seiten hat?

Dieser Artikel erklärt, warum ein erhaltenes Layout beim Lesen hilft. Wie Sie ein Buch oder einen langen Bericht vorbereiten und in Abschnitten übersetzen, beschreibt der Leitfaden Ein langes PDF übersetzen, ohne das Layout zu verlieren.

Möchten Sie es an Ihrem eigenen Dokument ausprobieren? Laden Sie ein PDF bei iSomor hoch und vergleichen Sie die Übersetzung danach mit dem Original.

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